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- RESTAURANTS Mes restaurants préférés dans la Somme. Lieblingsrestaurants an der Somme. | La Somme, mon Amour
Offrez-vous un séjour original à bord d’un bateau à quai à Eaucourt-sur-Somme. Calme, nature, panier petit-déjeuner, plats locaux & accueil chaleureux vous attendent chez Sealov. Erleben Sie eine besondere Nacht auf einem Boot in Eaucourt-sur-Somme. Ruhe, Natur, Frühstückskorb, regionale Speisen und herzliche Gastfreundschaft erwarten Sie bei Sealov. Enjoy a unique boat stay in Eaucourt-sur-Somme. Peaceful setting, nature, breakfast basket, local dishes & warm hospitality await you at Sealov. RESTAURANTS Zurück Chez François Le Croquembouche L’Aérodrome de la Baie de Somme Le brewpub la Filature La Mangeoire Le Vieux Noyer Aux Marches de la baie Ich empfehle auch Abbeville Le Bord de mer Muscheln und Meeresfrüchte direkt aus Le Crotoy essen, ohne an die Küste fahren zu müssen. Täglich außer mittwochs 4 place de Verdun Tel.: +33 3 22 28 05 96 Le Petit Bistrot Schmackhafte Hausmannskost aus frischen Produkten - oft mit einem Hauch von indischen oder sri-lankischen Gewürzen. Freundlicher und lächelnder Empfang. Dienstag bis Samstag von 8.30 bis 19.00 Uhr geöffnet. Vormittags und nachmittags Bar, mittags Brasserie. 15 place Max Lejeune Tel.: +33 3 22 24 24 13 Mail: lepetitbistrot80100@gmail.com Bar du Commerce Eine nette Bar mit einer großen Terrasse im Herzen der Stadt. Ein effizienter und schneller Service und sehr freundliche Kellner. Hier kann man einen Croque-Monsieur, ein Sandwich, einen Salat oder einen Kuchen genießen und dazu ein kühles Getränk oder einen sehr guten Espresso trinken. Ich kann das Café nur wärmstens empfehlen. Täglich außer sonntags von 8.00 bis 20.30 Uhr geöffnet. 4 place Max Lejeune Tel.: +33 3 22 24 27 91 Fort-Mahon-Plage Les Délices Seit mehr als 50 Jahren. Ich ging schon als Kind dorthin. Spezialitäten aus dem Norden und der Somme-Bucht mit lokalen und hausgemachten Produkten. Vor kurzem in den Gault und Millau aufgenommen. Ich empfehle die Miesmuscheln in Sahnesauce (ich weiß, das ist eine Obsession!). Täglich mittags und abends geöffnet. 1318 avenue de la Plage Tel.: +33 22 23 40 23 Mobil: +33 6 11 76 17 77 La Nouvelle Vague La Nouvelle Vague auf der Avenue, die zum Strand führt. Frische, lokale und saisonale Produkte fließen in die Zusammensetzung einer schmackhaften Küche ein. Köstliche Fish and Chips und sehr gute Muscheln mit Sahne und Maroilles. Das Personal ist zuvorkommend und der Service schnell. Die große, von großen Sonnenschirmen beschattete Terrasse ist mit Kies bedeckt, was nicht nur schön aussieht, sondern auch akustisch angenehm ist. Täglich mittags und abends geöffnet. 1305 avenue de la Plage Mobil: +33 6 09 64 35 35 Saint-Riquier Café-Restaurant de l'Abbaye Lokale Gerichte, hausgemachte Produkte. Eine mit Blumen geschmückte Terrasse. Meine Madeleine de Proust, die nach einem unglücklichen Besitzerwechsel ihre Seele wiedergefunden hat. Auch wenn sie nicht mehr regelmäßig die Muscheln zubereiten, deren Geheimnis sie einst besaßen, lohnt es sich, dort zu essen. Täglich ab 7.00 Uhr geöffnet. 12 place de L'Église 80135 Saint-Riquier Tel.: +33 3 22 28 81 14
- La Brocante du Bricoleur | La Somme, mon Amour
Recyclingläden, Recyclerie Brocante du Bricoleur, Heimwerker, Menschen mit Behinderungen, Ersatzteile, Bücher, Kleidung, Möbel, Filme, CD, Reparatur, Obsoleszenz, Spendenprinzip, Integration, sozial, ökologisch, kulturell, recyclerie, ressourcerie, brocante, bricoleur, handicap, inclusion sociale, soutien, livres, vêtements, meubles, films, recyclage, réparation, obsolescence programmée, dons, Flixecourt, insertion professionnelle. Zurück LA BROCANTE DU BRICOLEUR Wiederverwertung mal ganz anders In einer Zeit, in der immer mehr Recyclingbetriebe und -läden entstehen, setzt die Brocante du Bricoleur (auf Deutsch Recyclingbetrieb Trödelmarkt des Heimwerkers) ein inspirierendes Beispiel. Seit über fünfundzwanzig Jahren verbindet sie soziale Integration, ökologisches Bewusstsein mit einer Kultur der Wiederverwertung. Begegnung mit einem Team, das sich mit Herzblut einer ebenso menschlichen wie nachhaltigen Mission verschrieben hat. Arbeiten trotz Handicap – gelebte Inklusion Ich werde von Matthieu Descamps und Séverine Henriette empfangen, zwei Sonderpädagogen, die zusammen mit dem Produktionsarbeiter Didier Hure das dreiköpfige festangestellte Team des Recyclingladens bilden. In der Küche, wo Séverine, Matthieu und ich am Tisch Platz nehmen, sind ein junger Mann und eine junge Frau mit der Reinigung eines Porzellanservices beschäftigt. Die achtzehn Menschen mit Behinderung, die hier teilweise ihr ganzes Arbeitsleben lang beschäftigt werden, wurden im Rahmen eines Hilfs- und Unterstützungsvertrags angestellt. Dadurch erhalten sie ein Gehalt, eine Beschäftigungsprämie sowie eine Beihilfe für Erwachsene mit Behinderungen. Niedrige Preise mit vielfältiger Wirkung Ursprünglich bot die Brocante du Bricoleur Ersatzteile für Kunden, die alles Mögliche selbst reparierten: von der Motorsense über die Waschmaschine bis hin zum Fahrrad. Im Laufe der Zeit, mit Einzug der Digitalisierung und der geplanten Obsoleszenz, haben die Menschen immer weniger repariert, wie mir meine beiden Gesprächspartner mit einem Anflug von Bedauern erklären – daher die Entwicklung des Sortiments. Der Recyclingladen arbeitet nach dem Spendenprinzip, wodurch hier die Preise besonders niedrig gehalten werden können. Die Brocante du Bricoleur wirkt auf unterschiedlichen Weisen: sozial, da sie dazu beiträgt, Menschen mit Behinderung sozial und beruflich zu integrieren; ökologisch, da sie die Lebensdauer von Gegenständen verlängert; kulturell, da sie Buch-, Film- und Musikabteilungen betreibt. Vom Rasenmähermotor bis zum Taschenbuch – ein ständig wachsendes Sortiment Ich genieße es regelmäßig, dort zu stöbern, denn durch die ständige Erneuerung der Bestände entdeckt man immer wieder neues und stößt nicht selten auf Dinge, die Erinnerungen wecken: An Reisen, Familientreffen, längst vergangene Moden... Der Recyclingladen bietet alles Mögliche: Möbel, Bücher, Spielzeug, Geschirr, Dekoartikel, Kleidung, Haushaltsgeräte, Fahrräder, Zubehör für die Gartenarbeit, Werkzeuge oder auch Leuchten, aber auch immer wieder Dinge wie Stuhlbeine, Glasstopfen für Karaffen, Tee- und Kaffeekannendeckel, Reißverschlusssets, kurz: Teile, die nützlich sein können und die man sonst nirgends findet. Die Möbelabteilung, die hier noch vor zehn Jahren die stärkste war, ist inzwischen auf den sechsten Platz gerutscht. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurde ein Luftdruckstrahler angeschafft. Die Begeisterung für abgebeizte Möbel ist groß. Langfristig könnte sogar auf Anfrage abgebeizt werden – das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Zurzeit muss der geeignete Raum dafür noch geschaffen werden. Und das ist nicht das einzige Projekt. Ein letztes Foto vor dem Abschied – und die Geschichte geht weiter Bevor ich mich wieder auf den Weg mache, frage ich, ob ich ein Foto vom Team machen darf. Diejenigen, die nicht möchten, begleiten uns nicht. Die anderen posieren vor der Buchhandlung – meiner Lieblingsabteilung. Ich danke ihnen allen, insbesondere Séverine und Matthieu, dass sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu diesem Ort zu beantworten, den ich sehr mag und von dem ich überzeugt bin, dass seine Entwicklung bei weitem nicht zu Ende ist. Ich hoffe, dass man auf dessen Regalen noch lange Zeit nützliches und schönes findet, ganz nach dem Motto der Brocante du Bricoleur: „Werft nichts weg, was man noch gebrauchen kann“. Recyclerie La Brocante du Bricoleur 23 rue du haut de Condé 80890 Condé-Folie Tel.: +33 3 22 31 82 26 E-Mail: esat.brocante@orange.fr Facebook: Recyclerie Brocante du Bricoleur Öffnungszeiten Mittwochs und samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr. Tag der offenen Tür an einem Sonntag im Juni von 9.00 bis 18.00 Uhr. Abgabe (von Möbeln, Gegenständen, Büchern usw.) während der Öffnungszeiten. Entrümpelungen: Abholung nach vorheriger Absprache. Eure Kommentare Facebook Zurück
- Crêpes essen in Amiens bei La Mangeoire. Manger des crêpes à Amiens à la crêperie La Mangeoire | La Somme, mon Amour
La plus vieille crêperie d’Amiens. Le goût authentique du fait-maison, de produits frais et bio, le tout avec un personnel aux petits soins encadré par une vraie Bretonne. Ouvert en continu. Die älteste Crêperie in Amiens. Der authentische Geschmack von hausgemachten Speisen, frischen und biologischen Produkten – alles serviert von einem aufmerksamen Team, geführt von einer echten Bretonin. Durchgehend geöffnet. Zurück LA MANGEOIRE Die älteste Crêperie in Amiens, gegründet 1972. Für mich ein Hauch Nostalgie. Unermüdlich und leidenschaftlich – Françoise Le Bris ist eine außergewöhnliche Gastronomin. An der Spitze von „La Mangeoire“, der ältesten Crêperie Amiens, vereint diese diskret elegante und beeindruckend effiziente Frau Anspruch, Menschlichkeit und Liebe zum Beruf. Ein Rückblick auf einen Lebensweg, der von Leidenschaft, dem Sinn für Gutes und Geschmack … und einem guten Stern geleitet wurde. Die Kunst, den Trubel des Alltags mit Gelassenheit zu meistern Françoise Le Bris ist eine vielbeschäftigte Frau, die aber weiß, sich Zeit zu nehmen, um Gäste zu empfangen. Sie empfängt mich in ihrem Büro im oberen Stockwerk von La Mangeoire. Ihr Telefon klingelt. Schnell nimmt sie den Anruf einer Kundin entgegen, die wissen möchte, ob sie am Nachmittag zum Essen kommen kann. Kein Problem, das Restaurant ist durchgehend geöffnet. Françoise legt auf und konzentriert sich wieder auf unser Gespräch. Diese Konzentration widmet sie jeder ihrer Aufgaben, was sie nicht daran hindert, flüchtige Blicke auf ihr Telefon zu werfen, wenn Nachrichten tönend eintrudeln. Alles, in ihrem Handeln ist anmutig und präzise, ohne Schnörkel, und vor allem verliert diese Frau mit gemessenen Gesten und von Kopf bis Fuß elegant trotz der zu erledigenden Büroarbeit, der Termine und anderer anstehender Aufgaben niemals ihre Gelassenheit und handelt mit einer ansteckenden Ruhe. Alles ist so organisiert, dass sie trotz ihres engen Zeitplans nie den Eindruck erweckt, man müsse sich hetzen. Zurück zu den Wurzeln einer unermüdlichen und entschlossenen Bretonin Vor etwas mehr als sechs Jahren, auf Drängen ihrer Kinder, die fanden, sie könne vielleicht etwas kürzertreten, entschied sich die energische Bretonin, in ihre Heimatregion zurückzukehren, nach vierzehn Jahren als Restaurantbesitzerin und Bio-Weinhändlerin in einem zauberhaften Rahmen nahe dem Schloss Compiègne. Leichter gesagt als getan, wenn man wie sie den Beruf im Blut hat. „Man muss leidenschaftlich sein“, erklärt sie mir, „jedes Detail zählt: die Einkäufe, die Hygiene, der Empfang, die richtigen Mitarbeiter finden, den passenden Arbeitsrhythmus für sie festlegen.“ Françoise hat nicht nur einen Sinn für gute Dinge, sondern auch für die Menschen. Es scheint, als könne sie einen durchschauen; sie ist keine Frau, der man etwas vormachen kann – dazu ist sie zu erfahren. Sie betont, dass man Psychologie braucht, um ein Team zu formen und zu führen. So wie sie erzählt, kommt mir bei ihr eher das Wort Menschlichkeit in den Sinn, so sehr scheint ihr das Wohlbefinden der Menschen um sie herum – ebenso wie das ihrer Gäste – am Herzen zu liegen. Es ist diese Leidenschaft, die sie wieder einholte, als sie, während sie damals über den Verkauf ihres Restaurants in der Oise nachdachte, eine Ausbildung zur Crêpemeisterin in Rennes absolvierte, mit dem Hintergedanken ein Haus am Meer zu kaufen, wo sie während der Touristensaison Galettes zubereiten würde. Doch das Schicksal hatte andere Pläne für sie. Amiens – überrascht von der Liebe auf den ersten Blick Françoise, die durch ihr Gourmetrestaurant jahrelang kaum Freizeit gehabt hatte, machte damals einen Ausflug nach Amiens, einer Stadt, die sie seit fünfzehn Jahren nicht mehr besucht hatte. „Es war ein Schock“, erzählt sie. „Dort hatte Gilles de Robien gewirkt“ – eine Formulierung, die viele Einwohner und Besucher von Amiens wählen, wenn sie über den früheren Bürgermeister sprechen, der das Stadtbild nachhaltig geprägt hat. Durch sein Wirken wurde Amiens offener, heller und einladender. Dieser Besuch verzauberte sie nicht nur, sondern war auch ein Zeichen der Vorsehung, denn La Mangeoire stand zum Verkauf. Es war Schicksal: Der Weg zu einem neuen Abenteuer stand offen. Tradition, gepaart mit Exzellenz und menschlicher Wärme So setzt diese Crêperie, die älteste Amiens, die nur wenige Schritte von der Kathedrale entfernt liegt und wo meine Eltern, mein Bruder und ich früher regelmäßig vor unsere Abendbesuche in der Eishalle gingen, nach vier oder fünf Besitzerwechseln eine Tradition fort, die mehr als ein halbes Jahrhundert alt ist, da sie 1972 gegründet wurde. Für Françoise Le Bris ist Qualität ein Leitmotiv, das sich in den Bio-Produkten und der hausgemachten Küche, die ihre Handschrift sind, widerspiegelt: Bei ihr wird alles, vom Gemüse bis zur (köstlichen) Vinaigrette, über die Crème Chantilly, fest, sahnig und dezent gesüßt, und den Salzkaramell täglich im Restaurant hergestellt. Nichts entgeht ihr. Sie weiß, dass ein Restaurant ein Ganzes ist, denn wie sie mir zu Beginn unseres Gesprächs erklärte, muss alles stimmen: die Qualität, der Geschmack, der Empfang, die Hygiene und die Kompetenz des Personals, das während des Mittags- und Abendtrubels hin und her wirbelt, dabei stets darauf achtet, Ratschläge zu geben oder zu warten, wenn nötig, auch wenn das Restaurant voll ist – ein Kunde darf nie gedrängt werden – und immer mit einem kleinen Scherz oder einem freundlichen Wort auf den Lippen auf die Wünsche der Gäste eingeht. Ein erfülltes Leben – und immer noch voller Träume Françoise hat zweifellos ihr Projekt erfolgreich umgesetzt. Sie, die täglich drei Stunden fährt, um nach Hause zu kommen, ohne jemals die Autobahn zu nehmen, die sie verabscheut – außer vielleicht bei sehr schlechtem Wetter –, bevorzugt die Nebenstraßen, die ruhiger sind, wo man langsamer sein kann; vielleicht um den hektischen Rhythmus ihres Berufs zu kompensieren, den sie beinahe sieben Tage die Woche ausübt und den sie erst aufgeben möchte, wenn die Lust nachlässt. Ihr nächster Termin rückt näher. Am Schluss unseres Gesprächs kommt sie ein wenig ins Träumen von einem Haus am Meer, wo sie gärtnern würde, eine andere Leidenschaft, durch die die selbstangebauten Kräutern der Crêperie zugutekommen, von Reisen, für die ihr die Zeit fehlt, vom Kochen, einer weiteren Leidenschaft, von Spaziergängen, die sie liebt, oder – auch wenn ihr Sohn sie nicht ernst nimmt – vom Kauf eines Wohnmobils, um mit ihren vier Katzen, zwei häuslichen Kartäusern und zwei abenteuerlustigen Europäern loszuziehen. All das sind im Moment nur Ideen, in einer noch undeutlichen Zukunft, denn die Frau, die mir anvertraut, dass sie schon vor ein paar Jahren in Rente hätte geheh können, ist derzeit nicht bereit, ihre Leidenschaft für die Gastronomie aufzugeben. Für mich steht fest, Françoise vermittelt den Eindruck, dass sie selbst in tausend Leben noch voller Projekte stecken würde. La Mangeoire 3, Rue des Sergents 8000 Amiens Tel.: + 33 3 22 91 11 28 Facebook: Crêperie La Mangeoire Täglich durchgehend geöffnet (süß und herzhaft) von 11:30 bis 22:00 Uhr Eure Kommentare Zurück Facebook
- Antiquités et curiosités à la Brocante de l’Enclos Picard Antiquitäten und Kuriositäten bei der Brocante de l'Enclos Picard | La Somme, mon Amour
Flanieren und kleine Schätze entdecken bei der Brocante de l’Enclos Picard in Bellancourt. Chiner et découvrir de petits trésors à la Brocante de l'Enclos Picard à Bellancourt. BROCANTE DE L'ENCLOS PICARD Zurück An einem glühend heißen Nachmittag in der Picardie habe ich in Bellancourt einen Trödelmarkt mit historischem Flair entdeckt. Zwischen einfachen Fundstücken und kleinen Schätzen hat mich Benoît Maupin durch diesen ganz besonderen Schauplatz geführt – eine Kulisse voller Charme und Geschichte, die alle Liebhaber des Stöberns und einer unverfälschten Atmosphäre verzaubern wird. Ein erfrischender Zwischenstopp bei flirrender Hitze Mittwochnachmittag, 33 Grad, hier eher selten, ich komme in Bellancourt an. Das Tor des Brocante de l’Enclos Picard ist offen. Ein Mann in Jeansbermuda und gerippten Unterhemd kommt aus seinem Schuppen, wo er mit Büchersortieren beschäftigt war. "Der kühlste Ort", erklärt er mir. Die Hitze ist drückend und unerträglich, aber mein sehr freundlicher Gegenüber lädt mich ein, ihm zu folgen, nachdem ich ihm erklärt habe, dass ich einen Blog über die Region schreibe. Eine Spielwiese für Schatzsucher Der Hof ist voller bunt zusammengewürfelter Gegenstände, ein Ort, den man als fröhliches Durcheinander bezeichnen könnte, den man unbedingt zum Flanieren aufsuchen sollte, wo man so manche kleine Schätze finden kann. Das Anwesen ist Teil des ehemaligen Domaine de l’Enclos Picard, ein Gut, das sich früher bis zur Dorfmitte erstreckte. Hier stehen auch noch ein paar Nebengebäude aus Backstein und ein Schweinestall, die älter sind als das Haupthaus von 1763. Allein die sind schon einen Besuch wert. Von historischen Denkmälern zur Leidenschaft für Trödel Benoît Maupin, von Beruf Steinmetz, verliebte sich in das Anwesen, das er 2005 erwarb. Seitdem hat er das imposante Gebäude aus weißem Stein aus dem Jahr 1763 teilweise restauriert. Dieser auf historische Gebäude spezialisierte Kunsthandwerker machte sich 2008 selbstständig. Die großen Garagen auf dem Grundstück boten sich für seine Tätigkeit an. Nachdem er 2019 Konkurs angemeldet hatte, vergingen einige Jahre und vor zwei Jahren beschloss er, einen Trödelmarkt zu eröffnen: Er hatte den Platz und der der Beruf hatte ihm schon immer gefallen. Er bringt es auf den Punkt: "Ich bin Trödler aus Leidenschaft". Er restauriert nicht, sondern verkauft seine Ware, so wie er sie erworben hat, was die erschwinglichen Preise erklärt und es ihm ermöglicht, sein Sortiment regelmäßig zu erneuern. Kommt voller Neugier und lasst euch erobern Vorzelte, Zelt, Gebäude, alle Flächen zusammen ergeben eine überdachte Ausstellungsfläche von etwa 500 Quadratmetern, auf der Möbel, Geschirr, Werkzeuge, Bücher, Spielzeug, Nützliches, Dekoratives und Elektrogeräte (getestet und mit dreimonatiger Garantie)… ausgestellt sind. Und Benoît steckt noch voller Projekte: Die beiden Vorzelte sollen zu einem überdachten Außenbereich verbunden und ein Themengebäude für alte Handwerksberufe errichtet werden. Wer gerne auf Schnäppchenjagd geht, wird hier gewiss nicht enttäuscht sein. Brocante de l’Enclos Picard Hausräumungen vom Keller bis zum Dachboden 3 route Nationale 80132 Bellancourt Tel.: +33 7 87 37 81 06 Facebook: Brocante de l'enclos Picard Die Öffnungszeiten haben sich seit dem 1. August geändert: Der Trödelmarkt ist mittwochs und freitags nachmittags, samstags den ganzen Tag und jeden zweiten Sonntag geöffnet. Unter der Woche nach Vereinbarung. Es empfiehlt sich aber auf Facebook zu schauen, um sicher zu gehen. Eure Kommentare Zurück Facebook
- Carmel | La Somme, mon Amour
Karmelitenkloster, Abbeville, ehemalige Kapelle, Museum, Bienenstöcke, Reliquiensammlung, goldene Gewänder Marie-Antoinette, historische Gärten, Duftgarten, carmel Abbeville, rue des Capucins, ancienne chapelle, musée trésors sacrés, rucher, jardin des senteurs, anémones japonaises, cloître, Jésus-Maria, Anne de Jésus-Maria, reliquaires, Révolution française, robes Marie-Antoinette, Notre-Dame de Monflières, jardins historiques, patrimoine religieux, tranquillité, histoire carmélites. CARMEL – ABBEVILLE Zurück Eine Welt der Stille: Das ehemalige Karmelitenkloster von Abbeville Versteckt hinter einer schlichten Fassade in der Rue des Capucins liegt der ehemalige Karmelitenkloster von Abbeville. Ein Ort der Stille und Geschichte, an dem sakrale Schätze bewahrt werden und die Natur inmitten der Stadt blüht. Ein verborgenes Juwel in der Rue des Capucins Den Eingang des ehemaligen Karmelitenklosters von Abbeville in der Rue des Capucins 34-36 kann man leicht übersehen. Es scheint, dass dieser weithin weltentrückten Ort unbekannt ist. Treten wir durch das Tor, folgen wir dem gepflasterten Weg zur ehemaligen Kapelle, die heute ein Museum und Zufluchtsort für sakrale Schätze ist, welche die umliegenden Städte und Dörfer nicht mehr schützen können. Zwischen Andacht und Natur – der Garten des Karmels Sobald man das Tor passiert, führt ein gepflasterter Weg in den Hof der ehemaligen Kapelle, die heute als Museum dient und eine Zuflucht für sakrale Schätze bietet, die die umliegenden Städte und Dörfer nicht mehr in der Lage sind zu schützen. Eh man sie hier ausstellte, fristeten einige von ihnen lange Zeit ein Schattendasein in Banktresoren. Rechts führt eine Öffnung in der Ziegelmauer zu den Bienenstöcken, während ein Durchgang am Ende des gepflasterten Weges den Blick auf den Hof der „Bouquetterie“, der Blumenbinderei, freigibt, mit seinen japanischen Anemonenbeeten und dem kleinen ausgetrockneten Becken, ein Ort, dessen Ruhe und Vegetation die gärtnerische Tradition des Karmels in der Stadt ahnen lassen. Der Garten wechselt zwischen Bereichen, die zur Meditation einladen oder dem Anbau von Obst, Gemüse und Blumen dienen, was den Karmelitinnen eine fast autarke Existenz ermöglichte. Darin eingebettet, findet man auch einen Innenhof, wo kleine Buchsbaumhecken zu Gebetsspaziergängen umrundet werden können oder einen Kreuzgang mit einem Baum in seiner Mitte, wie eine Aufforderung zum Loslassen. Blumen, Früchte, aromatische Kräuter, eine Bank an einer Wegbiegung, um dem Rascheln des Bambushains, wie einem glitzernden in der Sonne und im Wind rauschenden Bach, zu lauschen. Alles hier lädt zum Kommen und Immerwiederkommen ein, um Ruhe zu finden, sich mit einem Buch auf die Wiese niederzulassen oder einfach durch die Alleen auf den Spuren der Mönche und Nonnen vergangener Jahrhunderte zu schlendern. Geschichte und Tradition des Carmel de Jésus-Maria Der Carmel de Jésus-Maria, benannt nach der ersten ehrwürdigen Schwester Anne de Jésus-Maria, die 1636 mit einem Dutzend Karmelitinnen aus Amiens nach Abbeville kam, wurde erst am 10. August 1821 von den Nonnen bezogen. Sie folgten auf die Kapuziner, von denen sie das Kloster abkauften und deren während der Revolution zerstörten Kapelle wieder aufbauen ließen. Sie blieben dort bis 1998, als sie, aufgrund ihrer geringen Anzahl und ihres hohen Alters, mit anderen Gemeinschaften zusammengelegt wurden. Die Stadt erwarb daraufhin die 9.000 Quadratmeter große Anlage. Kostbarkeiten hinter Klostermauern Nur die Gärten und die Kapelle sind derzeit zugänglich (der Rest wird restauriert), aber sie lohnen den Besuch. Die Kapelle beherbergt unter anderem die Reliquiensammlung von Longpré-les-Corps-Saints, aber auch zwei goldene Gewänder, die von Rose Bertin aus einem goldenen Stoff gefertigt wurden, ein Geschenk der Königin Marie-Antoinette als Dank für die Geburt ihrer Tochter Marie-Thérèse-Charlotte. Ursprünglich kleideten diese Gewänder die Statue der Jungfrau mit Kind in der Kapelle Notre-Dame de Monflières (siehe Rubrik „Touren/Die drei Kapellen“) in der Nähe von Abbeville. Da sie sehr kostbar sind, wurden sie durch prächtig verarbeitete, aber weniger kostspielige Stoffkleider ersetzt. Ein süßer Abschluss – die Bienenstöcke des Karmels Am Ende eures Besuchs, warum nicht einen Abstecher zu den Bienenstöcken machen? Im ehemaligen Duftgarten gelegen, von der Kapelle und hohen Ziegelmauern geschützt und in der Nähe von üppig blühenden Parks und Gärten, stehen die Bienenstöcke des Karmels. Sie tragen die Namen ehemaliger Karmelitinnen: Marie-Ange, Marguerite, Catherine, Thérèse… Eine charmante Verbindung zur Vergangenheit. Eure Kommentare Ancien monastère du carmel de Jésus-Maria 34-36 Rue des Capucins 80100 Abbeville Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag von 14:00 bis 18:00 Uhr Freie Besichtigung – kostenlos Führungen Preis: 4 €/Erwachsener Informationen/Reservierungen: Besucherservice +33 3 22 20 29 69 Der Karmel-Honig ist unter anderem in La Brûlerie , 13 rue du Pont d’Amour in Abbeville, erhältlich. Facebook Zurück
- Le Croquembouche, de la cuisine maison. Le Croquembouche, hausgemachte Küche | La Somme, mon Amour
Le Croquembouche, un restaurant à l’ambiance familiale et une cuisine maison du terroir aux touches innovantes. Végétariens bienvenus. Das Croquembouche ist ein Restaurant mit familiärer Atmosphäre und bietet eine regionale Hausmannskost mit innovativen Akzenten. Vegetarier willkommen. Zurück LE CROQUEMBOUCHE Manchmal reichen ein Geruch, eine Textur oder ein Geschmack aus, um Erinnerungen zu wecken. Das Croquembouche, ein kleines Theater der Aromen und kulinarischen Emotionen, hat mich in die sorglosen Tage der Kindheit zurückversetzt und meine Geschmacksknospen verzaubert. Besucht es, um dort einen genussvollen Moment zu erleben, den man unbedingt ausgiebig teilen sollte. Eine Reise ins Schlemmerland der Kindheit Als ich mich zum Mittagessen aufmachte, ahnte ich nicht, welch ein Genuss mich im Croquembouche erwartete: nicht nur wurde ich 200 Meter katapultiert, sondern gleich ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit. Nach einem köstlichen vegetarischen Burger, aus einem luftigen Falafel, einer Scheibe Ziegenkäse in leckerer Sauce, alles in einem hausgemachten Brioche-Brötchen, bestellte ich mir, – obwohl ich eigentlich kein ausgesprochener Dessert-Fan bin – ein knuspriges Praliné-Schokoladen-Krokantgebäck. Schon der erste Bissen versetzte mich in die Rue du Maréchal Foch versetzt, in jenen Teesalon, in den mich meine Eltern früher oft mitnahmen. Längst gibt es ihn nicht mehr – zunächst wich er einem Camaïeu-Laden, der wiederum heute einem Herrenausstatter Platz gemacht hat. Ich erinnere mich an eine verlockende Auslage voller Köstlichkeiten und die Nougatine-Tasse, gefüllt mit Mokkakuchen, die ich immer bestellte – weniger wegen des Mokkas, sondern vielmehr wegen des herrlich knackigen Krokants, den der damalige Konditor so meisterhaft herstellte. Und genau diese Nougatine habe ich heute auf meinem Teller wiedergefunden: Zart unter den Zähnen knackend unterstreicht sie den Schmelz der Praliné-Schokoladenmischung durch einen dezent nussigen und subtil karamellisierten Wirbel – und löst dabei eine Flut von Erinnerungen aus. Es war einmal ein Teesalon... Das Croquembouche hat etwas von einem Teesalon mit seiner Vitrine voller Leckereien, die das Auge verführen, sobald man durch die Tür tritt. Das war auch das Konzept, als es Ende 2012 eröffnet wurde. Damals war nur ein kleiner Mittagstisch geplant, aber die Gäste entschieden anders. Also beschlossen die Besitzer, Estelle und Mathieu Thévenin, das Mittagsangebot zu erweitern - zur Freude von Feinschmeckern und Naschkatzen. Im Laufe der Jahre wurde aus der Teestube ein Restaurant. Mathieu arbeitet in der Küche während Estelle sich zusammen mit einer Kellnerin und einem Kellner um den Service kümmert. Selbst wenn das Restaurant voll ist, spürt man keinen Stress; das Servicepersonal sorgt aufmerksam in einer familiären Atmosphäre, die dem Paar am Herzen liegt, für das Wohl der Gäste. Leidenschaft für Kulinarik und Qualität Estelle und Mathieu stammen aus der Region, aber ihr Weg führte sie auch nach Kanada und in die Schweiz. Während der drei Jahre, die Mathieu auf der anderen Seite der Alpen verbrachte – damals als Chef-Patissier in einem Gourmetrestaurant –, entwickelte er eine Leidenschaft für das Kochen, eine Liebe, die sich in seiner Suche nach Rezepten und seiner Offenheit für Neues widerspiegelt. Für Estelle und ihn steht die Qualität an erster Stelle: Also gibt es bei ihnen frisches Fleisch und frischen Fisch, so regional wie möglich, sowie Biogemüse von „Antoine et le Haricot Magique“ (Antoine und die magische Bohne), einem Gemüsebauer aus dem etwa 15 km entfernten Tœufles. Die Kunst der saisonalen Küche Im Croquembouche finden man im Winter weder Spargel noch Erdbeeren. Stattdessen setzen die Zwei auf saisonale Produkte, die Mathieu in Gerichten verarbeitet, die Lust auf mehr machen und perfekt veranschaulichen, dass jede Jahreszeit Schätze bereithält, um köstliche Speisen zu zaubern. Genau das macht die Vorfreude auf die Wiederkehr der Jahreszeiten, ähnlich dem Gefühl damals, als wir als Kinder mit freudiger Ungeduld auf Weihnachten warteten. Für Mathieu bilden Frische und Saisonalität das Fundament seines Handwerks. Und man spürt, wie sehr er engagiert ist: So zum Beispiel hat er auch dieses Jahr wieder während der „Woche des Geschmacks“ in der Schule seiner jüngsten Tochter mitgewirkt. Das Geschmacksempfinden zu schulen, ist ihm ein wichtiges Anliegen, doch die Aufgabe ist herausfordernd – daher fängt man am besten früh damit an, wie er findet. In diesem Jahr half er den Kindern bei der Herstellung von Rote-Bete-Johannisbeer-Marshmallows. Der Seiltänzer am Herd Bei unserem ständigen Drang immer alles vor der Saison haben wollen, ohne je mehr darauf Acht zu geben, was wir wirklich kaufen, haben wir dann nicht vergessen, was authentische Geschmäcker sind? Die industrielle „Küche“ führt schließlich zu einer Neutralisierung, die allen Geschmäcker vermischt und verwischt. Der Koch gleicht dann einem Seiltänzer: Er muss die geschmacklichen Vorurteile überwinden und dabei grundsätzlich offen für alles sein. Wenn ein Gast nach einem vegetarischen Gericht fragt, ist das ganz einfach, erklärt Mathieu. Die vegane Küche hingegen ist etwas anspruchsvoller, aber eine rechtzeitige Vorankündigung genügt. Herausforderungen nimmt er gerne an. Die Zukunft mag der pflanzlichen Kochkunst gehören, doch ist es besser, sie nicht gleich beim Namen zu nennen, sondern anders darüber zu sprechen, den Gast damit träumen zu lassen und seine Neugierde zu wecken, anstatt ihn mit Worten abzuschrecken, die heute noch oft Widerstand hervorrufen. Deshalb gehen Estelle und Mathieu Schritt für Schritt vor, passen sich an, experimentieren, probieren und korrigieren ihren Kurs immer wieder. Die Zukunft: Träume und Realität in Einklang bringen Wie sehen sie ihre Zukunft? Das Restaurant selbst stellt sie vor einige Herausforderungen: Toiletten im Untergeschoss, die Küche im Obergeschoss und eine relativ kleine Terrasse. Dennoch ist es schwierig, ein passendes Ladenlokal zu finden, und zwei Angebote sind ihnen bereits entgangen. Die Suche geht also weiter. Trotz alledem hindern die kleinen Widrigkeiten des Alltags sie nicht daran, die Gaumen ihrer Gäste zu erfreuen, die hier stets mit großer Herzlichkeit empfangen werden. Für den Moment sind sie zufrieden, einen Rhythmus gefunden zu haben, der es ihnen ermöglicht, das Restaurant mit ihrem Familienleben zu vereinbaren – für sie ein unverzichtbarer Aspekt. Gut zu wissen Estelle und Mathieu benannten ihr Lokal zwar nach dem Restaurant, in dem sie in Kanada gearbeitet hatten, aber ein Croquembouche bezeichnet dennoch einen Kuchen aus zu einer Pyramide getürmten, mit Vanillecreme oder Schlagsahne gefüllten Windbeuteln, die von knusprigem Karamell zusammengehalten werden. Le Croquembouche 3 Place Jacques Becq 80100 Abbeville Tel.: +33 3 60 04 23 53 Facebook: Le Croquembouche Öffnungszeiten Dienstag-Donnerstag von 12.00 bis 14.00 Uhr Freitag und Samstag von 12:00 bis 14:00 Uhr und von 19:00 bis 21:30 Uhr Eure Kommentare Zurück Facebook
- Deutscher Soldatenfriedhof Bourdon Somme – Zweiter Weltkrieg Gedenkstätte | La Somme, mon Amour
Der deutsche Soldatenfriedhof von Bourdon in der Somme: Gedenkstätte des Zweiten Weltkriegs mit über 22.000 Gefallenen. Geschichte, Architektur und Besuch. Zurück DEUTSCHER MILITÄRFRIEDHOF VON BOURDON Der deutsche Soldatenfriedhof von Bourdon ist eine Nekropole, eine „Stadt der Toten“, in der ein Volk kleiner Kreuze still aufragt. Ihr Weiß spiegelt sich in den Stämmen der Birken wider. Kreuze und Bäume stehen wie ein stiller Wald, in dem das Lebendige über das Tote wacht. Über den Gräbern, in denen 22.187 gefallene Männer ruhen, bewegen sich die Zweige sanft im Wind. Das Andenken an den jungen Toten lebt an diesem Ort weiter – im Rascheln der Blätter, im Gesang der Vögel und im diskreten Kommen und Gehen der Besucher. An der Schwelle des Erinnerns Geht man die von Linden gesäumte Allee hinauf, lässt man allmählich die Welt der Lebenden hinter sich. Zuerst durchschreitet man den Bogen eines rechteckigen Gebäudes, in dessen rechtem Flügel die Register der Gefallenen aufbewahrt werden – endlose Namenslisten junger Männer, die nie altern durften. Draußen setzt sich der von Bäumen gesäumte Weg fort bis zu acht sanften Stufen, die auf eine kleine Esplanade vor der Rotunde, der Halle des Gedenkens, führen. Gegenüber, flankiert von zwei mächtigen Bäumen, die wie Wächter erscheinen, erhebt sich eine schwere Tür aus dunklem Metall, die darauf wartet, vom Besucher aufgestoßen zu werden. Geschmückt mit einem zwölfzackigen, von einem Kreis umschlossenen Stern und überragt von einer Sonnenuhr, die das Einweihungsjahr des Pavillons – 1966 – trägt, bildet sie den Übergang in die Sphäre zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Die Mutter Der Übergang in das Reich der Verstorbenen hatte bereits mit dem Durchschreiten des ersten Torbogens begonnen; hier, sobald man die Schwelle überschritten und die Tür sich hinter einem geschlossen hat, setzt er sich fort, mit dem Gang durch einen dunklen Korridor, der den Schritt für einen Moment ins Wanken bringt. Am Ende zeichnet sich der Sockel einer Statue aus weißem Stein ab, schlicht in ihren Linien, die sich nach und nach offenbart, je weiter man auf den kreisförmigen Raum zugeht, der vom natürlichen Licht eines Okulus und sechs senkrechter Schlitze erhellt wird. Sie – diese Statue – ist die Mutter, die um ihre Kinder weint, die Augen halb geschlossen, die Hände auf die Enden ihrer Haube gelegt, wie in einer unmöglichen Umarmung. Ihre monumentale Gestalt widerspiegelt die Unermesslichkeit ihres Schmerzes, den die Schlichtheit ihres Gewands und die Schwere ihrer Züge, gezeichnet von zu vielen Tränen, noch verstärken. Die Gegenwart der Abwesenden Zu ihren Füßen stehen ein Leuchter mit einer großen Kerze und ein Halter für kleine Gedenkkerzen; rings um den Sockel liegen Fotos, Postkarten, kleine Gegenstände: ein dunkelgrauer, vom Meer glattpolierter Stein, graviert zum Gedenken an einen Verstorbenen, ein weißes Holzkreuz, eine Kastanie. Unter den Karten finden sich Worte des Bedauerns für einen Mann, den man nie gekannt hat und an den man sich doch wendet. Der Tod hat die Grenzen der Zeit ausgelöscht. So begegnet hier manch ein Besucher einem Großonkel, einem Vater oder einem Großvater, längst verstorben doch in der Erinnerung gegenwärtig – Nahestehende in Momenten der Unbeschwertheit und des Glücks abgelichtet: eine Frau mit ihrem Kind, ein Paar in einem Boot, jeder mit dem Blick in eine andere Richtung, als wollten sie die stille Freude festhalten, noch beieinander zu sein; ein Brautpaar mit ernstem Gesichtsausdruck; ein junger Mann in Zivil, aus dessen Jackentasche ein Füllfederhalter ragt – vielleicht träumte er davon, Schriftsteller zu werden –; eine Gruppe Kinder, überragt von einer Frau mit strengem Gesicht; ein lächelnder junger Soldat. Sie alle sind auf Fotografien vereint, die ehrfurchtsvoll zu Füßen der untröstlichen, menschlichen Madonna niedergelegt wurden. Die schlichte Rotunde ist in einem sanftem Licht und einer Stille, die zum Innehalten anregen – eine , über den Wert des Friedens und über seinen Preis nachzudenken. Ein Wald aus Kreuzen Zwei Türen führen zu einem äußeren, kreisförmigen Gang. Der grasbewachsene Streifen entlang der Mauer ist mit Grabsteinen besetzt, von denen jeder – wie die Kreuze des Friedhofs – mehrere Namen trägt. Ein gepflasterter Weg, gesäumt zu beiden Seiten von Reihen von Grabstätten und den Blick in der Ferne auf ein großes Eisenkreuz lenkend, führt zu einer zweiten Mauer, die sich zu einer grasbewachsenen Allee öffnet. Diese durchquert eine terrassierte Landschaft, übersät mit weißen Kreuzen, verstreut unter dem Blätterdach eines schützenden Birkenwaldes, dessen leises Rauschen allein die Stille unterbricht. Die Kreuze, alle einander gleich, tragen hier und da Spuren eines Besuchs: zwei kleine Vögel aus Ton, das Foto eines Verstorbenen, ein einfacher Stein, ein Strauß Blumen – oder andere bescheidene Zeichen einer wach gebliebenen Erinnerung. Versöhnung Der Besuch endet am Fuß des mächtigen Eisenkreuzes, das schon von der Rotunde aus sichtbar war und sich am äußersten Ende des Friedhofs in den Himmel erhebt. Je näher man im kommt, desto weiter öffnet sich der Blick auf das weite Tal der Somme, wo der Fluss und seine zahllosen Seen zwischen Grün und Dörfern glitzern. Sommer wie Winter scheint hier die Zeit stillzustehen – so tief ist der Friede, der diesen Ort durchdringt. In solcher Stille regt sich unweigerlich ein Gefühl der Versöhnung, ein Verlangen nach Vergebung. November 2025 Der Architekt: Paul Schmitthenner (1884–1972) Geboren im Elsass als Sohn eines deutschen Vaters und einer elsässischen Mutter, war er Architekt und Universitätsprofessor. Nachdem er der Nationalsozialistischen Partei beigetreten war, wurde er für kurze Zeit einer der führenden Architekten des Dritten Reiches, distanziert sich aber 1941 von der monumentalen Architektur. Nach dem Krieg widmete er sich ausschließlich bis zu seinem Tod der Architektur. Der Bildhauer: Gerhard Marcks (1889, Berlin – 1981) Von den Nationalsozialisten als „entarteter Künstler“ gebrandmarkt, wurde Marcks 1933 von der Kunstgewerbeschule in Halle entlassen und mit einem Ausstellungsverbot belegt. Nach dem Krieg nahm er seine Lehrtätigkeit in Hamburg wieder auf, die er bis 1950 fortsetzte, und widmete sich danach bis zu seinem Tod ausschließlich der Bildhauerei und der Grafikkunst. Um ein wenig tiefer in das Thema einzutauchen Nachruf von Gerhard Marcks für Paul Schmitthenner Besuch bei Gerhard Marcks - Ein Dokumentar der ARD Deutscher Soldatenfriedhof von Bourdon 14 Rue du 8 Mai 1945 80310 Bourdon Telefon: +33 3 22 51 59 72 Email: mairie-de-bourdon@orange.fr Geöffnet: vom 1. Januar bis zum 31. Dezember Kommentare Teilen Zurück
- Le quartier anglais d’Amiens : charme britannique à Saint-Acheul l | La Somme, mon Amour
Une charmante parenthèse britannique: le quartier anglais au cœur d'Amiens. in charmantes britisches Intermezzo: das englische Viertel im Herzen von Amiens. Zurück AMIENS, QUARTIER ANGLAIS Im Herzen von Amiens verbirgt sich ein unerwarteter Schatz: Das englische Viertel von Saint-Acheul. Dieses kleine Stück England auf picardischem Boden bewahrt ein bedeutendes Kapitel der Industriegeschichte und lädt zu einem bezaubernden Spaziergang ein, bei dem der britische Charme ganz im Mittelpunkt steht. Saint-Acheul – ein Viertel voller Geschichte Amiens ist berühmt für seine Kathedrale und den Perret-Turm, die schon aus Kilometern Entfernung die Präsenz dieser großen Stadt ankündigen. Bekannt sind auch die "Hortillonnages" sowie die Verbindung zu Jules Verne. Vielleicht hat man auch vom Viertel Saint-Acheul gehört, das bei Paläontologen und Archäologen auf der ganzen Welt bekannt ist und zusammen mit Abbeville als Wiege der Prähistorienforschung gilt. Das typisch britische Flair, geprägt von Walter Mason Lange, einem visionären Industriellen Doch nur wenige wissen, dass Saint-Acheul eine winzige Enklave beherbergt: das englische Viertel. Mit der Avenue de Londres, der Avenue d’Édimbourg und der Avenue de Dublin überrascht und verzaubert es – inmitten der Stadtlandschaft von Amiens – mit seinen Häusern im typisch britischen Stil, seinen von Balkonen gekrönten Erkerfenstern und den gepflegten Vorgärtchen, die als schmale blumengeschmückte Grünstreifen die Häuser vom Gehweg trennen. Dieses schmucke Viertel verdanken wir Walter Mason Lange, einem englischen Industriellen, der einst dort eine Spinnerei eröffnete. Um 1895 ließ er Häuser im englischen Stil errichten, um seine Angestellten zu unterbringen. Er selbst wohnte in der Chaussée Périgord 35, der heutigen Chaussée Jules Ferry, deren Fassade noch heute ein Porträt seiner Tochter schmückt. Die Telefonzelle aus Darlington – Symbol der Freundschaft und ein einzigartiger Ausblick auf den Perret-Turm Im Jahr 1999 weihte der Bürgermeister der englischen Stadt Darlington eine britische Telefonzelle ein, die seine Gemeinde Amiens geschenkt hatte. Stellt man sich daneben, an der Kreuzung der Chaussée Jules Ferry und der Avenue de Londres, bietet sich einem einen prächtigen Ausblick auf den Perret-Turm am Ende der Straße. Viel Spaß beim Entdecken des Englischen Viertels und, warum nicht, von Saint-Acheul! Eure Kommentare Facebook Zurück
- Antiquitäten und Trödel Antiquités et brocantes | La Somme, mon Amour
Pour les amateurs de chine : les villages et les villes de la Somme vous attendent avec des magasins d’antiquités et de brocante où dénicher toutes sortes de trésors : mobilier, vase, jouets, vaisselle, tableaux… Pour tous les goûts et toutes les bourses ! Ihr stöbert gern? Die Dörfer und Städte der Somme warten mit Antiquitäten- und Trödelläden auf, in denen Sie allerlei Schätze warten entdeckt zu werden: Möbel, Vasen, Spielzeug, Geschirr, Gemälde… Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel! Back Antique & Vintage Antiquités C.Ramage -M.Ignace (Longpré-les-Corps-Saints) Brocante de l’Enclos Picard Antiquité de l’Abbaye Antiquités-brocante, Sandrine Leclerq La brocante du bricoleur Atelier 27
- La frênette, une délicieuse boisson végétale. Die Frênette ein leckeres pflanzliches Getränk | La Somme, mon Amour
La frênette, une boisson ancestrale rafraîchissante, dépurative et désaltérante, avec et sans alcool. On la surnomme aussi champagne de la forêt. Die Frênette, ein erfrischendes, blutreinigendes und durstlöschendes Getränk aus alter Tradition, mit oder ohne Alkohol. Sie wird auch Waldchampagner genannt. FRÊNETTE Zurück Zwar wird Frênette auch noch in einigen anderen Regionen außerhalb der Picardie hergestellt, aber dieses uralte, fermentierte und natürlich prickelnde Getränk, das manchmal auch als Waldchampagner, Elixier der Hundertjährigen oder Eschencidre bezeichnet wird, zählt zu den lokalen Spezialitäten und besitzt wertvolle erfrischende und blutreinigende Eigenschaften. Seinen besonderen Geschmack, ein subtil grünes Aroma zwischen Tonic und Cidre, verdankt es den Blättern der Esche (am besten ganz frisch und voller Saft gepflückt) und der Zichorie. Dieses durststillende Getränk, das man am besten kühl genießt, gibt es als alkoholfreie oder alkoholische Variante mit einem Alkoholgehalt von etwa 1 bis 4 %. Die Frênette aus dem Hause Delobel et Fils, die man häufig an der Somme findet, ist bio und alkoholfrei, was ihrem köstlichen Geschmack keinen Abbruch tut. Gute Adressen Die Cave du Perlé Delobel et Fils bietet das ganze Jahr über kostenlose Besichtigungen an. La Cave du Perlé 50 rue principale 62990 Loison sur Créquoise Tel.: +33 3 21 81 30 85 Fax: 03 21 86 05 80 Mail: contact@leperle.fr Ganzjährig montags bis freitags, 10:00-12:00 Uhr / 14:00-18:00 Uhr. Auch samstags von Mai bis September Empfang auf Französisch und Englisch. Frênette finden Sie aber auch zum Beispiel in Abbeville. La Brûlerie (ein charmantes Geschäft mit regionalen Produkten, in dem es nach dem Kaffee duftet, der vor Ort geröstet wird) in der 13 rue du Pont d’Amour. Täglich außer sonntags geöffnet. Au Temps des Mets , 18 parvis Saint-Vulfran, bietet hauptsächlich Produkte aus der Picardie an. Und schließlich, wenn ihr Lust habt, warum nicht einen Gin Frênette zusammenstellen, als Abwechslung zum Gin Tonic? Guten Durst! Eure Kommentare Facebook Zurück
- Aux bulles d'eau douce Gîte au bord de l’eau avec spa privé - Chalet mit Whirlpool und Seeblick | La Somme, mon Amour
Séjournez au gîte « Aux bulles d’eau douce » à Longpré-les-Corps-Saints : un chalet paisible avec spa privé, vue sur l’étang et nature apaisante. Parfait pour un week-end romantique ou des vacances avec votre chien. Entdecken Sie das Ferienhaus „Aux bulles d’eau douce“ in Longpré-les-Corps-Saints: ein ruhiges Chalet mit Whirlpool, Seeblick und Natur pur. Ideal für Paare, Familien und Urlaub mit Hund. „Aux bulles d’eau douce“, eine zauberhafte Auszeit am Wasser Sehnsucht nach Ruhe – zwischen Himmel und Wasser, eingebettet in grüner Natur? Dann begleitet mich auf eine Entdeckungsreise zu einem liebevoll gestalteten Ferienhaus im Herzen der Somme. Ein Ort voller Wärme und Poesie, an dem Leslie und Vincent mit viel Herz und Sinn fürs Detail einen wahren Rückzugsort für Erholungssuchende geschaffen haben. Ein friedvoller Ort am Wasser – mit Liebe zum Leben erweckt. Lust auf eine Auszeit am Wasser? Um das Gästehaus „Aux bulles d’eau douce“ zu erreichen, folgt man zunächst einer Privatstraße – nur einen Steinwurf vom Dorf Longpré-les-Corps-Saints entfernt. Entlang des Weges reihen sich frühlingshafte Gärten aneinander, gesäumt von den stillen Wassern des Sees, den sich die glücklichen Besitzer der Parzellen im Parc du Bel Air teilen. Leslie erwartet mich bereits. Ich fahre hinein durch das Tor in einer Welt aus Wasser, Himmel und stiller Schönheit. Seit 2016 lebt sie in Longpré und liebt ihr Dorf über alles. 2023 verliebten sie und ihr Lebensgefährte Vincent sich in ein Chalet, das sie in anderthalb Jahren – an jedem Wochenende – mit viel Herzblut, und der wertvollen Unterstützung ihres Freundes Romain, renovierten und modernisierten – die Mühe war es wert: Im Juni 2024 eröffneten sie ihr Ferienhaus. Das Ferienhaus „Aux Bulles d’eau douce“ ist zwar über Airbnb buchbar, aber hier ist nichts anonym: Leslie und Vincent sind nie weit weg – stets aufmerksam und präsent für ihre Gäste. Ein kleines Haus – mit viel Raum zum Atmen und der Natur als ständige Gefährtin Das Chalet besteht aus einem Schlafzimmer, einem großzügigen Wohnraum, einer Küche und einem Bad – doch das Herzstück ist das helle Wohn-Esszimmer mit seiner offenen, hohen Balkendecke aus hellem Holz und der großen Fensterfront, die sich auf eine überdachte Terrasse öffnet. Der Blick schweift hinaus in den kleinen Garten und weiter über das achatgrüne Wasser des Sees – das Innere des Hauses und die Umgebung verschmelzen miteinander. Von Innen aus betrachtet erscheint die Natur wie ein Gemälde und strömt frei herein. Und alles hier ist mit ihr verbunden: die schlichte Einrichtung, die natürlichen Materialien, die durchdachte Funktionalität – und immer wieder der Blick auf das stille Wasser und das junge, zartgrüne Laub, das bald schützend die Privatsphäre der Gäste wahren wird. Frühling in Arbeit – mit Liebe gepflegt Vincent hat geschnitten, getrimmt, geputzt – und den Garten vorbereitet für das große Frühlingserwachen. Die Zweige des Wildkirschenbaums sind bereits in Rosatönen gewandet, der Flieder deutet auf eine bevorstehende Blütenexplosion hin, die Narzissen recken sich stolz in die Höhe, und die letzte Christrose erinnert Ende März daran, dass der Winter sich bald verabschieden wird. Raymond und Huguette, zwei Stockenten, gehen gemächlich ihren Entengeschäften Entenpflichten nach – und würden, wenn man sie ließe, wohl auch gern ins Chalet watscheln. Das gefiederte Paar lässt sich nur mit leichter Mühe vertreiben, um sich dann ein paar Schritte weiter im Gras von der Sonne wärmen zu lassen. Innen wie außen im Einklang mit der Natur und ein Wellness-Highlight: ein Spa mit Ausblick Leslie führt mich weiter: in die voll ausgestattete Küche, ins Bad mit einem Waschbecken wie ein Kieselstein, in das Wohnzimmer, in dem die Grün-, Blau- und Holztöne an die Natur ringsum anknüpfen – und schließlich ins Schlafzimmer, wo zarte Wandornamente wie Sonnenblumen strahlen.Ideal für ein Paar mit zwei Kindern, die sich im Schlafsofa gegenüber der Terrasse gekuschelt Geschichten zuflüstern werden – bis tief in die Nacht hinein. Aber das ist lange nicht alles. Ein kleines Highlight wartet noch auf die Gäste: ein Spa, untergebracht in einem separaten Chalet. Dort lässt sich – bei 39 Grad Wassertemperatur – Sommer wie Winter der unverstellte Blick auf den See genießen. Authentisch und herzlich Zum Abschluss lädt mich Leslie auf einen Kaffee auf dem Holzsteg ein. Wir nippen an unseren Tassen und beobachten dabei die Schwäne, die etwas weiter draußen übers Wasser gleiten. Hier scheint die Welt ganz weit weg zu sein – nur das aufgeregte Zwitschern der Vögel, die Nester für den Frühling und den Nachwuchs bauen, durchdringt die Ruhe. So verlasse ich diesen Ort nur ungern – und verabschiede mich von seiner jungen Gastgeberin, die unser Dorf so sehr liebt. Ich bin sicher: Wir werden uns wieder begegnen. Übrigens , bei Leslie und Vincent sind auch vierbeinige Gäste herzlich willkommen 😊Und für einen angenehmen Start stehen bei Ankunft eine Flasche Apfelsaft der Vergers de Picardie ( https://g.co/kgs/koM2jQw) , die sie aus dem Lokalprodukt Supermarkt Otera in Amiens ( https://www.otera.fr/magasins/otera-amiens ) bezieht, zwei Teebeutel und zwei Kaffeekapseln bereit – eine kleine Aufmerksamkeit, um den Urlaubsbeginn zu versüßen. Eure Kommentare Aux bulles d’eau douce Parc du Bel Air 80510 Longpré-les-Corps-Saints Mail: auxbullesdeaudouce80@gmail.com Internet: https://air.tl/wxr4Pf5L Facebook: Aux bulles d’eau douce Instagram: aux_bulles_deau_douce
- Rue entdecken: Legenden, Kapelle & Belfried, Fliegereimuseum | Baie de Somme – La Somme mon Amour
Rue – Geheimnisvolles entdecken: wundertätiger Christus, mittelalterliche Legenden, Heilig-Geist-Kapelle. Reise in die Vergangenheit: der Belfried mit atemberaubender Aussicht. Pioniere der Luftfahrt: die Gebrüder Caudron und ihr Museum Zum Kapitel 2 - Der Belfried Zum Kapitel 3 - Caudron Museum Ein Streifzug durch Rue in drei Teilen Kapitel 1 Die Heilig-Geist-Kapelle und ihre Legenden Rue, eine Gemeinde mit etwa 3.000 Einwohnern, circa zehn Kilometer vom Meer entfernt gelegen, ist ein Ort der Legenden, Geheimnisse, Intrigen und Abenteuer. Um ihre verschiedenen Facetten zu entdecken, hatte ich mich im Tourismusbüro mit Karine Bellart verabredet, neben Virginie Demarest und Robin Frenel eine der drei für das Kulturerbe zuständigen Mitarbeiter der Stadt. Meine Stadtführerin wollte mir drei bedeutende Orte des lokalen Kulturerbes zeigen: die Kapelle des Heiligen Geistes, das Museum der Brüder Caudron und den Belfried. Bevor wir jedoch den Turm bestiegen, wollte Karine erst wissen, ob ich klaustrophobisch sei – oder zu Höhenangst neige. Obwohl beides auf mich zutraf, machte ich mir keine allzu großen Sorgen: einige Monate zuvor hatte ich ja schließlich die Grotten von Naours auch überlebt. Meine sehr sympathische Führerin, die unerschöpflich über die Geschichte ihrer Stadt erzählen konnte, entführte mich auf eine dreistündige Reise durch zwei Jahrtausende, deren drei Etappen ich Ihnen schildern möchte. Hier nun die erste. Anker 1 Der gestrandete Christus und die Entstehung einer Wallfahrt Verlassen wir nun das Tourismusbüro, überqueren die Straße und betreten die Heilig-Geist-Kapelle direkt gegenüber. Dieses religiöse Gebäude (errichtet von 1440 bis 1514) verdankt seine Errichtung einem wundertätigen Christus am Kreuz, der am ersten Sonntag im August 1101 in Rue strandete. Die Stadt, einst am Meer gelegen, versandete seit langem, was sie zu jener Zeit zu einem Strandhafen gemacht hatte, dessen Verschlammung die Hafenaktivität zunehmend bedrohte. Die Nachricht vom wundertätigen Christus verbreitete sich und zog Pilgerscharen an; die Wirtschaft der Stadt war gerettet. Es heißt, dieser Christus sei Teil einer Dreieinigkeit gewesen, die im 1. Jahrhundert von Nikodemus, dem Jünger Jesu, geschnitzt wurde. Einige Jahrhunderte später soll ein Kreuzfahrer namens Étienne sie in Jerusalem bei einem Christen, einem gewissen Gregor, entdeckt haben. Dieser weigerte sich, sie ihm zu übergeben, und zog es vor, sie in die Hände Gottes zu legen. Er legte sie in drei Boote und übergab sie dem Willen Gottes. Der erste Christus jedoch, der um 742 in Lucca in der Toskana ankam, wo er seitdem aufbewahrt wird, stellt diese Erzählung in Frage, wie die Kunsthistorikerin Claire Labrecque vermutet. Es scheint daher, dass die beiden anderen Christusfiguren – die von Dives-sur-Mer, die ebenfalls auf wundersame Weise in einem Boot an der normannischen Küste ankam, und das Kruzifix von Rue – eher zu einer ikonografischen Familie gehören, die vom italienischen Christus inspiriert ist, da dieser aus dem 8. Jahrhundert stammt, während die beiden anderen um das 12. Jahrhundert geschnitzt worden sein sollen. So fügen sie sich eher in die Tradition der hagiografischen* Erzählungen ein, die im Mittelalter sehr geschätzt wurden. Die Heilig-Geist-Kapelle: ein steinernes Buch Wie dem auch sei, Rue erlebte mit der Ankunft des Kruzifixes einen neuen Aufschwung. Bald reichte selbst die weitläufige Pfarrkirche nicht mehr aus, um die Pilgerströme aufzunehmen, ohne den liturgischen Alltag und die Andacht der Gläubigen zu stören. Es dauerte jedoch bis zum 14. Jahrhundert, bis der Bau der Heilig-Geist-Kapelle in Angriff genommen wurde, die bis 1525 reiche Spender wie Isabella von Portugal oder Ludwig XI. anzog. Rechts in der Kapelle befand sich einst der untere Schatzraum, in dem das Kruzifix ausgestellt war. Heute ist die Nische leer, doch der Raum lebt weiter – bevölkert von Statuen, die einst die Fassade schmückten. Vor der Witterung und dem Zahn der Zeit gerettet, warten diese steinernen Gestalten nun auf eine neue Bestimmung. Ganz hinten rechts führte eine dunkle, enge Treppe mit flachen und ungleichmäßigen Stufen den Pilger, der sie (wie Claire Labrecque betont) möglichst auf Knien erklomm, zum oberen Schatzsaal, wo er seine Gaben hinterlegte, bevor er über eine andere, deutlich besser begehbare Treppe wieder hinabstieg. Dieser Raum, der in der Blütezeit der Wallfahrten zweifellos einer Schatzhöhle aus Tausendundeiner Nacht glich, enthält heute nur noch eine Pietà, einen Messgewandschrank und eine Statue des Heiligen Wulphi, dessen Reliquien man in der danebenliegenden Kirche aus dem 19. Jahrhundert (nach der Zerstörung der vorherigen erbaut) besichtigen kann, die seinen Namen trägt. Vielleicht ist es sogar besser so, denn nichts lenkt den Blick ab vom Reichtum der Dekoration: Hier verschmelzen späte Gotik und Renaissance zu einem filigranen Spitzwerk aus Stein, aus der eine pflanzliche und tierische Welt hervorgeht – mal fantastisch, mal Abbild des regionalen Lebens. Der Weinstock, Symbol des Weinbaus, und der Hopfen, Zeichen des Bierbrauens, gesellen sich zum Meerkohl und bilden den Rahmen, in dem ein fantastisches Bestiarium und außergewöhnliche Gestalten sich tummeln: So begegnet man hier etwa dem Traubenmann, einem Skelett, einem Salamander, einem Fasanenhuhn – oder ist es gar ein Phönix? –, der einen geflügelten Fuchs füttert. Ein Drache lauert indes einer Schnecke auf, bereit, sie zu verschlingen, sobald sie ihr Haus verlässt, während ein anderer Salamander bereits eine weitere Schnecke verspeist. Alles hier erinnert an die Buchmalereien mittelalterlicher Werke; ein Gebäude wie ein steinernes Buch, reich an Symbolen und Erzählungen. Ganz wie die Randverzierungen in Handschriften bilden Pflanzen, Tiere und Fantasiegestalten hier eine visuelle Sprache, die die Gläubigen im Mittelalter noch zu deuten wussten. Mit Ausnahme der heute im oberen Saal aufbewahrten polychromen Pietà wurden während der Revolution alle Figuren der Tympanon-Szenen über das Leben Jesu sowie die des heiligen Wulphi enthauptet. Die Hand Christi: Von der revolutionären Raserei zu Napoleons Feldzügen Das Kruzifix wurde 1793 verbrannt. Von Reue ergriffen, rettete ein Soldat die rechte Hand Christi und vertraute sie einer Nachbarin, Madame Dupont, an, die sie mehrere Jahrzehnte lang aufbewahrte. Der Daumen wurde davon abgetrennt und Joseph Charlet, genannt Morand, übergeben, der zu den Armeen aufbrach. Madame Dupont nähte ihn für die napoleonischen Feldzüge in den Saum von Josephs Hose. Der Mann, der unversehrt in seine Heimat zurückkehrte, war anwesend, als die Hand Christi in der Kapelle aufgestellt wurde. An dieser Hand, die sich heute hinter dem Altar der Kapelle befindet, fehlte jedoch weiterhin der Daumen. Wenn man von der Annahme ausgeht, dass sich die Ikonographie am Santo Volto von Lucca orientiert – dargestellt stehend, in einer langen Tunika, mit offenen Augen und waagrecht sowie symmetrisch ausgestreckten Armen –, ließ sich der aus Rue stammende Künstler Albert Siffait de Moncourt davon in einem seiner auf Leinwand aufgezogenen Wandbilder mit dem Titel „Die Ankunft des wundertätigen Kruzifixes“ inspirieren, obwohl das Kruzifix von Rue zum Zeitpunkt der Entstehung seines Werkes bereits nicht mehr existierte. Dagegen entspricht der Christus, der auf dem geschnitzten Holzaltar zu sehen ist, der von den Brüdern Duthoit bei der Restaurierung der Kapelle im 19. Jahrhundert geschaffen wurde, vermutlich dem Stil des Kruzifixes von Rue, wenn man das in der hängenden Schlusssteine eines der drei Gewölbe des Kirchenschiffs geschnitzte Kruzifix oder jene betrachtet, die in der Archivolte des Eingangsportals des Kirchenschiffs dargestellt sind. Dieser Hochaltar wurde 1850 von den Brüdern Duthoit geschaffen und gestiftet. Da jedoch keine detaillierte Beschreibung des ursprünglichen Kruzifixes von Rue vor seiner Zerstörung existiert, bleibt jede Aussage über sein genaues Aussehen hypothetisch – und das Geheimnis ungelüftet. Die anderen Fresken der Kapelle: Königliche Huldigung und mittelalterliches Wunder Der Künstler, der mit der Ausschmückung der Kapelle beauftragt war, hatte zudem zwei weitere Fresken geschaffen: die Wallfahrt Ludwigs XI. – eines großen Gönners der Kapelle – und das Pferdewunder, das eine mittelalterliche Episode schildert. Damals hatten die Bewohner von Abbeville vor dem Pariser Verwaltungsgericht die Übergabe des Kruzifixes gefordert: Sie argumentierten, Rue sei nicht in der Lage Angriffen potentieller Feinde standzuhalten und riskiere so, das wundertätige Kreuz zu verlieren. Die Legende erzählt, dass die vier Pferde, die vor den Karren gespannt waren, um das Kruzifix nach Abbeville zu bringen, sich plötzlich weigerten, weiterzugehen – als wären sie von Gottes Hand festgehalten. Stattdessen drehten sie um und brachten ihre kostbare Fracht zurück auf den Kirchplatz von Rue. Gott hatte entschieden: Das Kruzifix blieb in Rue. Heute bietet sich die Heilig-Geist-Kapelle dem Besucher als eine fesselnde Erzählung dar, abwechselnd Hommage an Gott, fantastisches Märchen oder Kapitel der Geschichte, die uns durch ihre Legenden bis in die Zeit der Jünger Christi entführt und es uns ermöglicht, durch die Epochen zu navigieren. Dafür muss man nicht einmal die gesamte Kapelle besichtigen, es genügt einfach einzutreten, im Narthex** stillzustehen und die Ruhe und das Wunderbare auf sich wirken zu lassen. Hier endet der Besuch der Heilig-Geist-Kapelle. Im zweiten Teil meines Streifzugs durch Rue werden wir 76 Stufen erklimmen und dem Maler Albert Siffait de Moncourt wieder begegnen. * Die Hagiographie bezeichnet erbauliche Erzählungen aus dem Leben von Heiligen, die Legenden, Wunder und Tugenden dieser Personen vermischen. ** Eingangshalle NACH OBEN Kapitel 2 Der Belfried Kommt mit zum Belfried von Rue, wo ich dem Maler Albert Siffait de Moncourt wieder begegnet bin und ich die 76 Stufen der Wendeltreppe zum Wehrgang erklommen habe. Anker 2 Eine Stadt emanzipiert sich Nach der Kapelle des Heiligen Geistes zeigte mir meine unermüdliche Stadtführerin Karine Bellart den Belfried von Rue – im Mittelalter ein Symbol der Emanzipation, wenn auch nur teilweise, von der herrschaftlichen Gewalt. Bereits 1147 oder1170 verfügte die Stadt Rue über Freiheiten, die Jean de Ponthieu ihr gewährt hatte. Erst 1211 jedoch bestätigte sein Sohn Guillaume diese Rechte durch eine Stadturkunde (die in den 1990er Jahren unglücklicherweise entwendet wurde). Diese Urkunde räumte den Bürgern der Stadt das Privileg ein, sich selbst zu verwalten, Recht zu sprechen, Steuern zu erheben und sogar Glocken zu läuten. Diese Rechte führten zur Errichtung eines ersten hölzernen Turms. Wohl während des Hundertjährigen Krieges zerstört, wurde er 1448 in Stein wieder aufgebaut – ob genau am selben Ort wie der erste, lässt sich heute nicht mit Sicherheit sagen. Vom gotischen zum neugotischen Stil Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde der Belfried auf der Rückseite erweitert. Dort entstand ein Sitzungssaal für die Verhandlungen des Friedensrichters sowie eine Wohnung für den Hausmeister. Umbauten in den 1860er-Jahren gaben dem Belfried sein heutiges Erscheinungsbild im damals vorherrschenden neugotischen Stil. Der Turm erhielt vier Ecktürmchen in Kragbauweise mit spitzen Dächern sowie einen Dachreiter, der eine Uhr und die Glocke des eingestürzten Kirchturms aufnahm. Albert Siffait de Moncourt – ein Liebhaber seiner Stadt Beginnen wir am Anfang, genauer gesagt in der ehemaligen Gerichtsstube, wo ich Albert Siffait de Moncourt wiederbegegnet bin. Der postimpressionistische Maler wurde 1858 in Nantua, im Département Ain, geboren und kam im Alter von etwa zwei Jahren nach Rue, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Der leidenschaftliche Geschichtsfreund und Kenner seiner Region, der bereits drei Fresken für die Kapelle des Heiligen Geistes geschaffen hatte, bot 1898 an, den Saal zum Selbstkostenpreis auszuschmücken. So sind heute acht auf Leinwand aufgezogene Wandbilder zu sehen, die zwischen 2022 und 2023 restauriert wurden und das lokale Leben darstellen. Sie entführen uns in das späte 19. Jahrhundert, das der Künstler mit beinahe fotografischer Genauigkeit in einem rustikalen, lebendigen und detailreichen Stil einfängt – fast wie eine Erzählung. Nur das Bild zur Industrie zeigt eine düstere Szene: Schornsteine stoßen dichten schwarzen Rauch aus und erinnern an Motive der realistischen Literatur jener Zeit. Tatsächlich handelt es sich um eine Darstellung der Zuckerindustrie, im Spätherbst oder im frühen Winter, wenn die Rüben geerntet werden – daher die Szene in gedämpftem Licht, in der sich ein unruhiger Himmel in großen, stillen Wasserlachen spiegelt. Ein Kriegstagebuch verbindet ehemalige Gegner Albert war ein echter Zeuge seiner Zeit: Zu jung, um im Krieg von 1870 eingezogen zu werden, meldete er sich 1914 im Alter von 55 Jahren freiwillig – in der Hoffnung, seinem Sohn folgen zu können. Dieser Wunsch erfüllte sich erst 1917, und auch nur für wenige Monate. Sein Sohn wurde dem Senfgas ausgesetzt und starb leider kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Albert, der als Meldegänger eingesetzt war, führte ein Kriegstagebuch, in dem er seine Eindrücke während seiner zahlreichen Wege zu Pferd festhielt. Darin schrieb er unter anderem: „Ich hörte einen Soldaten sagen, als ich an ihm vorbeiritt: ‚Der Alte da reitet wie ein Zivilist.‘ Von all den Lobesworten, die ich während des Krieges erhalten habe, hat mich dieses besonders berührt.“* Daraus lässt sich schließen, dass Albert – anders als viele in der Kavallerie – bereits vor 1914 reiten konnte. Die Jahre vergehen. 1940 wird Rue besetzt. Ein deutscher Soldat, Martin Damm, entdeckt das Kriegstagebuch, das in Alberts Haus zurückgeblieben war, und nimmt es mit nach Deutschland. Martins Witwe findet es 2002 auf dem Dachboden ihres Hauses in einem Möbelstück wieder. Dank der französischen Ehefrau von Martin Damms Enkel und der beharrlichen Nachforschungen der Familie Damm findet das Tagebuch schließlich den Weg zurück nach Frankreich. Am 14. Juni 2003 wird es in Abbeville bei der Eröffnung einer Ausstellung über Albert Siffait de Moncourt offiziell an die Nachfahren des Malers übergeben – durch Helmut Damm, den Sohn Martins, gemeinsam mit seiner Frau sowie ihrem Sohn Stefan Damm und dessen französischer Ehefrau Nadia. So haben die zwei größten Konflikte des 20. Jahrhunderts am Ende doch einstige Feinde zusammengeführt. Ein Ort wie ein offenes Buch Verlassen wir nun die Welt von Albert Siffait de Moncourt und beginnen den Aufstieg über die ungleichmäßigen Stufen der Wendeltreppe, ursprünglich dazu gedacht, mögliche Angreifer auszubremsen, hinauf in einen Raum mit gotischem Gewölbe. Dort kann der Besucher unter anderem eine Nachbildung der Befestigungsanlagen von Rue sowie die Siegel der Stadt entdecken. Im zweiten Stock gelangt man in die ehemalige Wachstube mit angeschlossener Gefängniszelle. Der Überlieferung nach hieß es damals: „Morgens verhaftet, mittags gerichtet, abends gehängt“ – zweifellos eine Übertreibung. Die Wände dieses Raumes tragen noch heute Spuren vergangener Zeiten: historische Graffiti in Form von Windmühlen oder einem Schiff, Maskarons, die gekrönte Köpfe darstellen, und – aus jüngerer Zeit, aber nicht weniger bewegend, da sie uns mit der modernen Epoche verbinden – kleine Fläschchen des feinen Öls „La Jurassienne“, ordentlich auf einem Regal aufgereiht. Dazu kommen, mit Kreide auf das rohe Holz geschrieben, die Besuchsdaten und die Namen der Handwerker, die die Uhr warteten – bis zu jenem Tag, an dem der letzte von ihnen „elektrische Anlage 1964“ vermerkte. Nach der Anstrengung die Belohnung Nur wenige Stufen weiter betritt der Besucher den Wehrgang – breit genug und mit einem ausreichend hohen Geländer ausgestattet, sodass ich nicht Gefahr laufe, vor Schwindel gleich die Flucht zu ergreifen. Die Belohnung nach den 76 Stufen? Bei klarem Wetter reicht der Blick bis zu den Kreidefelsen der Côte d’Albâtre (Alabasterküste), zu den bewaldeten Dünenzügen von Saint-Quentin-en-Tourmont, zum Wohnhaus von Albert Siffait de Moncourt und sogar zum Verlauf der ehemaligen Stadtmauer, der heute durch eine Anreihung von Nachkriegsbauten sichtbar wird. Nach dieser erfrischenden Pause machten meine Begleiterin und ich uns wieder an den Abstieg und steuerten die letzte Etappe meines Streifzugs durch Rue an: das Museum der Brüder Caudron. Im dritten Teil erzähle ich die Geschichte von Gaston und René Caudron. Sie beginnt auf dem Bauernhof von Romiotte, wo sie – von der Luciole, ihrer Stute, gezogen – ihren ersten Flug unternahmen, und führt über den Aufstieg ihres Unternehmens bis nach China. Außerdem geht es um die Piloten und Pilotinnen, die in Le Crotoy ausgebildet wurden, sowie um ihre Leistungen und Schicksale. Quellen Plateforme ouverte du patrimoine https://pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/IA80001214 * Albert Siffait de Moncourt https://www.daras.eu/asm/vie-peintre/ Eine Besichtigung des Belfrieds ist nur im Rahmen einer Führung möglich (Siehe Infos am Ende) NACH OBEN 3. Kapitel Das Museum der Gebrüder Caudron Das Fremdenverkehrsamt von Rue und das Caudron-Museum teilen sich ein Gebäude gegenüber der Heilig-Geist-Kapelle. Um zu den Sammlungen zu gelangen – bestehend aus Modellen, Trophäen und Fotografien – durchquert man zunächst das Touristenbüro, über dem ein Ornithopter schwebt und seine Flügel aus Baumwolle und Weidenholz zum Willkommensgruß ausbreitet. Dieses Modell im Maßstab eins zu zwei eines Flugapparats, den der preußische Ingenieur Otto Lilienthal entworfen hatte, erinnert zugleich daran, dass auch Lilienthal das Schicksal vieler Luftfahrtpioniere teilte: Am 9. August 1896 stürzte Lilienthal bei einem Flugversuch am Gollenberg tödlich ab. Doch das Museumsmodell lädt den Besucher dazu ein, in die Geschichte der Fliegerei einzutauchen – an der Seite zweier Brüder, denen eine Karriere als Flugzeugbauer kaum vorherbestimmt schien. Lassen wir diese Flugmaschine, diesen Ikarus-Traum, der wie aus einem Kodex von Leonardo da Vinci entsprungen scheint, hinter uns und begrüßen wir die beiden Hauptfiguren unserer Geschichte. Anker 3 Unzertrennlich Am Eingang des Museums stehen zwei Marmorbüsten, die nichts von dem außergewöhnlichen Abenteuer der unzertrennlichen Brüder erahnen lassen: rechts Gaston, der ältere, mit noch leicht kindlichen Gesichtszügen und ernstem Ausdruck; links René, jugendlicher und, man möchte fast sagen, verführerisch. Zwei Brüder aus bäuerlichem Milieu, denen keine Laufbahn als Flugzeugbauer vorherbestimmt schien und die dennoch 10.330 Flugzeuge bauten und in ihren Flugschulen (Le Crotoy, Ambérieu en Bugey, Guyancourt-Voisins-le-Bretonneux, Royan et Rochefort-sur-Mer) nahezu 9.000 Piloten ausbildeten. Im Jahr 1900 sind Gaston sechzehn und René vierzehn Jahre alt, als die Familie die Ferme du Thurel verläßt – wo die Eltern als Landarbeiter tätig waren –, um die Ferme de Romiotte in Ponthoile zu pachten. Jahre später werden sie dort ihre ersten Flüge unternehmen. Gaston, ein fleißiger und exzellenter Schüler, träumt davon, Ingenieur zu werden. René hingegen interessiert sich vor allem für Sport. Doch beide entwickeln eine Leidenschaft für Mechanik und für die verschiedensten und mitunter gefährliche Experimente. Die Luftfahrt steckt noch in den Kinderschuhen, doch Konstrukteure und Piloten wecken bereits die Begeisterung der Öffentlichkeit. Das Publikum verfolgt fasziniert die Leistungen von Clément Ader, dem die Erfindung des Wortes „Avion“ – der französischen Bezeichnung für Flugzeug – zugeschrieben wird, von Louis Blériot, der 1909 den Ärmelkanal überquert, oder von den Brüdern Wright, Orville und Wilbur, die 1903 das erste motorisierte Flugzeug erfolgreich erproben. 1904 erhalten die Brüder Wright in Frankreich ein Patent für ihre Flugzeuge. Vier Jahre später reist Wilbur nach Le Mans, um dort Vorführungen zu geben, insbesondere kontrollierte Kurvenmanöver und längere Flüge. Optimismus und Beharrlichkeit Zu jener Zeit befinden sich Gaston und René noch in ihrer „Bastelphase“. Ihr Wunsch, ein zweimotoriges Flugzeug zu bauen, scheitert: Die bestellte Lieferung trifft nicht ein. Um 1908 hat Gaston, seit einem Jahr mit Charlotte Devisme verheiratet und Vater der kleinen Odette geworden, den Wein- und Spirituosenhandel seines Schwiegervaters im nahen Städtchen Rue übernommen. René hingegen ist auf dem Hof von Romiotte geblieben. Doch ihr Traum lebt weiter: Nachdem der Bau eines motorisierten Flugzeugs gescheitert ist, beschließen die Brüder 1909, ihre Stute Luciole vor dem Segelgleiter zu spannen. René nimmt darin Platz, während Gaston, vorsichtiger Familienvater, die Zügel hält. Noch heute erinnert eine Stele gegenüber dem ehemaligen Familienhof an die ersten, noch geradlinigen Flüge der beiden Pioniere, die sie immerhin auf eine Höhe von rund fünfzehn Metern führten. Errichtet wurde die Stele im Mai 1938 von Freunden und Bewunderern der Caudron-Brüder unter der Schirmherrschaft des Aéro-Club de France und auf Initiative ehemaliger Angehöriger der Escadrille 202. Sie trägt folgende Inschrift: „Ihr, die ihr hier vorbeikommt, sollt wissen, dass an diesem Ort im Jahr 1909 zwei Männer aus der Picardie, Gaston und René Caudron, ihre ersten Flüge mit einem von ihnen selbst entworfenen und gebauten Flugapparat unternahmen. Seit jenem denkwürdigen Tag ist ihr Name für immer in die Geschichte der Luftfahrt eingegangen.“ Der Aufstieg Dank ihrer Hartnäckigkeit und der finanziellen Unterstützung ihrer Eltern verbessern Gaston und René stetig ihren Flugapparat. So gelingt es ihnen erstmals, zehn Kilometer am Stück zu fliegen. Im Frühling desselben Jahres gründen sie ihre Fabrik in Rue, über deren Eingang stolz die Aufschrift „AÉROPLANES CAUDRON FRÈRES“ prangt. Gleichzeitig eröffnen sie eine Flugschule in Le Crotoy, direkt am Meer, wo weder Vegetation noch Geländerelief die Flugübungen der angehenden Piloten behindern. Die Schüler werden in Le Crotoy ausgebildet und erwerben dann ihre Flugzeuge in Rue. Nun floriert das Geschäft – auch wenn die Produktion noch handwerklich geprägt bleibt. Es waren jedoch das Interesse der Armee an Caudron-Flugzeugen und der Krieg, die das Unternehmen zur Großindustrie katapultierten, seinen Ruhm begründeten und zur Zusammenarbeit mit Renault führten. Zuvor waren etwa 9.000 Piloten bei Caudron ausgebildet worden: Flieger wie der legendäre Jules Védrines, der 1919 auf dem Dach der Galeries Lafayette landete, Adrienne Bolland, die 1921 als erste Frau die Anden mit dem Flugzeug überquerte, der Schweizer François Durafour, der im selben Jahr auf dem Mont Blanc landete, oder Bessie Coleman, eine Ikone des Kampfes gegen die Rassentrennung, die als erste afroamerikanische Pilotin und als erste schwarze Frau überhaupt 1921 einen Pilotenschein erwarb. Zu den Schülern der Flugschule in Le Crotoy gehörte auch ein junger Mann aus dem Dorf Longpré-les-Corps-Saints : Philippe Marty, dem nur eine kurze, wenn auch kometenhafte Karriere beschieden war. 1911 als Mechaniker angestellt, erhielt er 1912 im Alter von 19 Jahren seinen Pilotenschein und wurde im gleichen Jahr Chefpilot. Für eine glänzende Zukunft bestimmt, führte er schon bald Flugvorführungen durch, die ihn bis nach Schottland brachten, wo seine kühnen Kunstflüge ihm jubelnden Beifall einbrachten. Doch diese vielversprechende Karriere endete tragisch in England. 1913 verließ Marty die Caudron-Werke, um als Chefpilot zu der Grahame White Company in London zu wechseln. Während einer Kunstflugvorführung in Hendon kam er am 26. April 1914 ums Leben, als er einen Spiralsturzflug ausführte. Wenige Tage zuvor war er 21 geworden. Sein Leichnam wurde nach Longpré überführt, wo er neben seinem älteren Bruder Maurice ruht, der für Frankreich am 29. Oktober 1914 im Alter von 33 Jahren fiel. Vom Ersten Weltkrieg bis in die Zwischenkriegszeit 1913 nehmen die Spannungen in Europa zu und der Krieg zeichnet sich am Horizont ab. Allmählich beginnt sich auch das Militär für die Gebrüder Caudron zu interessieren. Im selben Jahr stellen sie ihren Doppeldecker dem französischen Staatspräsidenten Raymond Poincaré und dem spanischen König Alfons XIII vor. Der wachsende Ruf der Caudron-Flugzeuge erreicht China, das 12 Maschinen bestellt. Während die Flugzeuge in Einzelteilen mit dem Schiff transportiert werden, reist René mit einigen Arbeitern aus der Fabrik in Rue mit der Transsibirischen Eisenbahn ins Reich der Mitte. Vor den staunenden Augen ihrer chinesischen Kunden gelingt dem Schreiner Boffa und dem Mechaniker Martinèche das Kunststück, jedes Flugzeug innerhalb von dreißig Minuten zusammenzubauen. Der französische Konstrukteur und sein Testpilot Émile Obre führen anschließend die Flugtests durch. Bei diesen Tests entstehen die ersten Luftaufnahmen der Verbotenen Stadt – ein Ereignis, das einen Meilenstein in der Geschichte der Fotografie darstellt. Im August 1914 bricht der Krieg aus, und die deutschen Truppen rücken in Richtung Küste vor (im September erreichen sie Amiens). Um dem Vormarsch der deutschen Armee zu entgehen, wird die Verlegung der Fabrik nach Lyon angeordnet. Gaston, der das Unternehmen leitet, wird beauftragt, Prototypen zu entwerfen, die den Anforderungen des Militärs entsprechen, während René in die Nähe von Paris, nach Issy-les-Moulineaux, abkommandiert wird, um eine zweite Fabrik aufzubauen, die bis zu 1.300 Arbeiter beschäftigen wird. Ab 1915 arbeitet er dort mit Henry Potez und Marcel Bloch – dem späteren Marcel Dassault – an der Serienproduktion des Flugzeugs G3 zusammen. Angesichts der wachsenden militärischen Nachfrage und des Bedarfs an einer raschen Produktionssteigerung stellen Gaston und René ihre Konstruktionen aus patriotischem Pflichtgefühl und zur Unterstützung der Kriegsanstrengungen auch ausländischen Herstellern zur Verfügung. Dabei verzichten sie auf Lizenzgebühren. So werden Caudron-Flugzeuge in England, Italien, dem Russischen Reich, den Vereinigten Staaten, Spanien und Belgien gefertigt, allerdings jeweils mit lokalen Anpassungen. Am 12. Dezember 1915 testet Gaston, wie gewohnt, einen seiner Prototypen. Doch an diesem Tag zerbricht das Flugzeug in der Luft, fängt Feuer und stürzt ab. Der ältere der Caudron-Brüder kommt dabei ums Leben – im Alter von nur 33 Jahren. Er hinterlässt seine Ehefrau Charlotte und seine damals erst sieben Jahre alte Tochter Odette. Trotz dieses schmerzhaften Verlustes bleibt René an der Spitze des Werks in der Pariser Vorstadt. Die Caudron-Staffeln setzen den Kampf mit den in Issy-les-Moulineaux gebauten Flugzeugen fort, während Überführungspiloten die Maschinen testen und anschließend zu den Ausbildungsstätten oder an die Front fliegen. Die seit August 1914 geschlossene Flugschule von Le Crotoy, nimmt 1915 den Unterricht wieder auf, um dem erhöhten Bedarf an Piloten nachzukommen, und führt ab 1917 eine spezielle Bombenabwurf-Schulung ein. Luftasse Bessie Coleman Luftasse François Durafour Luftasse Adrienne Bolland Luftasse Philippe Martys Grab in Longpré-les-Corps-Saints Luftasse Sadi-Joseph Lecointe Vom Kriegsende zum Aufschwung von Caudron Der Krieg endet, und das Unternehmen Caudron floriert weiter – selbst nach der Schließung der Flugschule 1928, als die Gemeinde Le Crotoy beschließt, den Strand für Badegäste zu öffnen und den Tourismus zu fördern. Das Ende des Ersten Weltkriegs, von dem man gehofft hatte, er werde der letzte aller Kriege sein, bedeutet zugleich das Ende der militärischen Aufträge. René schließt die Fabrik in Lyon und sieht sich gezwungen, zwei Drittel der Belegschaft zu entlassen. In Issy-les-Moulineaux läuft das Geschäft unter den schwierigen Bedingungen der internationalen Konkurrenz wieder an. René passt seine Strategie an und diversifiziert die Produktion: Wasserflugzeuge, Transportmaschinen, Reise- und Sportflugzeuge und – zurück zu den Wurzeln – Schulflugzeuge. So entsteht der Caudron Luciole, eine Hommage an die Stute, die die ersten Schritte des Luftfahrtabenteuers der Gebrüder begleitet hatte. Dieses robuste Flugzeug, ausgestattet mit einem Renault-Motor, ist speziell dafür konzipiert, Fehler von Flugschülern zu verzeihen. Es wird zu einem der beliebtesten Schulflugzeuge seiner Zeit. Trotz der hervorragenden Qualität der Flugzeuge, des Innovationsgeistes und des guten Rufs der Société des avions Caudron bleibt die Luftfahrtindustrie durch den Börsenkrach von 1929 geschwächt. Das Unternehmen benötigt frisches Kapital, um sich zu modernisieren. Zu dieser Zeit möchte Louis Renault, der bereits seit dem Ersten Weltkrieg Flugmotoren herstellt, sein Engagement in der Branche ausbauen. So entsteht die Société Anonyme des Avions Caudron (SAAC), an der Renault mit 55 % eine Mehrheitsbeteiligung übernimmt. Obwohl René nun Minderheitsgesellschafter ist, setzt er die Arbeit mit seinem technischen Leiter Marcel Riffard und sechs brillanten Ingenieuren fort. Gemeinsam produzieren sie Flugzeuge, die den kühnsten Leistungen der großen Pilotinnen und Piloten ihrer Zeit gerecht werden. An ihren Steuerknüppeln werden zahlreiche Rekorde in Geschwindigkeit, Reichweite und Flughöhe aufgestellt. Dem Zweiten Weltkrieg entgegen und darüber hinaus Noch vor der Schließung der Flugschule in Le Crotoy 1928 hatte René bereits 1926 die Schule in Ambérieu-en-Bugey übernommen. Nun eröffnet er drei weitere. Die Vorboten eines neuen Krieges zeichnen sich ab, und die Spannungen in Europa nehmen zu. René, frisch verheiratet, verkauft seine restlichen Anteile an Renault und verlässt die SAAC 1937. Die Fabrik wird im Juni 1940 beschlagnahmt und arbeitet fortan unter der Kontrolle der Besatzer. Nach der Befreiung wird das Unternehmen verstaatlicht und in die Ateliers aéronautiques d’Issy-les-Moulineaux umgewandelt. Doch der Kreis schließt sich erst wirklich nach dem Krieg, als 300 Segelflugzeuge des Typs Caudron Épervier – ein Modell, das bereits 1940 entworfen worden war – produziert werden. Sie erinnern daran, dass einst zwei junge, von Begeisterung getragene Pioniere und eine Stute namens Luciole mit einem motorlosen Fluggerät den Himmel eroberten. Fast 45 Jahre nach Gaston stirbt René am 27. September 1959 in der Somme. An einem Sonntag mit der Familie, während die Männer auf der Jagd sind und die Frauen in der Küche arbeiten, legt er sich für ein Nickerchen hin – und schläft für immer ein. Wenige Monate zuvor hatte er mit Weggefährten noch das fünfzigste Jubiläum seines ersten Fluges mit seinem älteren Bruder gefeiert. In Rue wurde die ehemalige Fabrik der Gebrüder Caudron (Aéroplanes Caudron Frères) abgebaut. Aber das Musée des frères Caudron ehrt sie sowie alle Männer und Frauen, die sie bei der Eroberung des Himmels begleiteten. Auch die nahe Stadt Le Crotoy hat sie nicht vergessen: Straßennamen, das Hôtel Les Aviateurs oder der Chemin des Avions in Strandnähe erinnern daran, dass dieser Badeort einst eine Wiege und ein bedeutendes Zentrum der Luftfahrt war. Danksagungen Ich danke Arlette Sanchis , dass sie mir erlaubt hat, einige ihrer Illustrationen zu verwenden, um Kapitel 3 über das Musée des frères Caudron zu bereichern. Ein herzliches Dankeschön an die Mitarbeiter:innen des Denkmalpflegeteams der Stadt Rue: Karine Bellart für ihre wertvollen Informationen und ihre wohlwollenden Korrekturen; Virginie Desmarest dafür, dass sie mir geholfen hat, den Kontakt zu Karine herzustellen – und darüber hinaus; Robin Frenel für seinen Empfang und seine Höflichkeit. Allen dreien danke ich für ihren Elan, ihr Engagement und ihre Freundlichkeit. NACH OBEN Karine Bellart Robin Frenel Virginie Desmarest Denkmalschutz & Tourismusbüro 10 Place Anatole Gosselin 80120 Rue Karine Bellart, Virginie Demarest und Robin Frenel bilden das Denkmalpflege-Team. Im Tourismusbüro, das sich seine Räume mit dem Museum der Brüder Caudron teilt, heißen Ihnen Virginie und Robin das ganze Jahr über mit einem Lächeln willkommen: Dienstag bis Samstag von 9:30 bis 12:30 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr. Geschlossen sonntags, montags und an Feiertagen. Telefon: +33 3 22 25 69 94 E-Mail: servicedupatrimoine.rue@gmail.com Website: www.rue-baiedesomme.com Facebook: Rue en Baie de Somme Kapelle zum Heiligen Geist (Chapelle du Saint-Esprit) Place Anatole Gosselin 80120 Rue Öffnungszeiten: Von Mitte Januar bis Mitte Dezember, Dienstag bis Samstag, 10:00-16:30 Uhr Belfried (Beffroi) Rue des Remparts 80120 Rue Sankt-Wulphy-Kirche (Église Saint-Wulphy) 1bis Rue Ernest Dumont 80120 Rue Um die Kirche Saint-Wulphy zu besichtigen, in der die Reliquien des heiligen Wulphy aufbewahrt werden, geht man einfach rechts an der Kapelle vorbei, längs am Fachwerkhaus – die Kirche befindet sich direkt dahinter. Öffnungszeiten: Täglich von 10:00–17:00 Uhr. Die heilige Messe findet jeden Sonntagmorgen (außer in Ausnahmefällen) um 11:00 Uhr statt. NACH OBEN Teilen Zurück zu WELTKRIEGE Zurück zu KULTURERBE


